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Ausgabe #325. Februar 2026

Midjourney vs DALL-E 3 vs Ideogram: AI-Bilder im Test

Hey!

Hand aufs Herz: Hast du schon mal versucht, mit AI ein Bild zu erstellen, und das Ergebnis sah aus wie ein Albtraum? Sechs Finger, Text wie aus einer Fremdsprache, Gesichter die irgendwie... falsch waren? Ich hab mir die drei größten Tools angeschaut und getestet, was sie heute wirklich können. Und was eben nicht.

Tool der Woche: Midjourney vs DALL-E 3 vs Ideogram

Ich hab allen drei Tools die gleichen drei Aufgaben gegeben: Ein Produktfoto für eine fiktive Kaffeemarke, ein Social-Media-Banner mit Text und ein realistisches Porträt einer Person.

Midjourney (v6.1): Immer noch der König bei Ästhetik. Das Kaffeefoto sah aus wie aus einem professionellen Shooting. Die Farben, das Licht, die Tiefenschärfe. Einfach schön. Beim Porträt war Midjourney ebenfalls stark, wenn auch manchmal zu perfekt. Wie aus einem Stock-Foto-Katalog. Das Problem: Text in Bildern kann Midjourney immer noch nicht zuverlässig. Auf meinem Banner stand "Koffe Spezal" statt "Kaffee Spezial". Preis: Ab 10 Dollar/Monat.

DALL-E 3 (via ChatGPT): Der größte Vorteil ist die Integration in ChatGPT. Du beschreibst, was du willst, ChatGPT verfeinert deinen Prompt automatisch und generiert das Bild. Das Kaffeefoto war gut, aber nicht auf Midjourney-Niveau. Dafür war der Text auf dem Banner fast korrekt, nur ein Buchstabe falsch. Für Porträts mittelmäßig. Preis: Im ChatGPT Plus enthalten (20 Dollar/Monat).

Ideogram (2.0): Hier kommt die Überraschung. Bei Text in Bildern ist Ideogram mit großem Abstand vorne. Mein Banner? Perfekter Text, gutes Layout, sah aus wie von einem Designer. "Kaffee Spezial" stand da, fehlerfrei. Beim Kaffeefoto und Porträt dagegen eher mittelmäßig, die Bilder wirken manchmal etwas flach und digital. Preis: Kostenloser Plan verfügbar, Pro ab 8 Dollar/Monat.

Wo alle drei versagen: Hände sind besser geworden, aber immer noch nicht perfekt. Komplexe Szenen mit vielen Personen gehen oft schief. Und wenn du ein spezifisches Markenlogo brauchst, vergiss es. Da führt kein Weg an einem Designer vorbei.

Mein Rat: Für Social-Media-Grafiken mit Text nimm Ideogram. Für ästhetische Bilder ohne Text nimm Midjourney. DALL-E 3 ist der praktischste Kompromiss, weil du es direkt in ChatGPT nutzen kannst.

Quick-Tipps

1. Beschreibe den Stil, nicht nur das Motiv. Statt "Ein Hund im Park" sag "Ein Golden Retriever in einem herbstlichen Park, weiches Nachmittagslicht, Porträtfoto-Stil, geringe Tiefenschärfe." Der Unterschied ist enorm.

2. Negative Prompts nutzen. Bei Midjourney kannst du mit --no angeben, was du NICHT im Bild willst. "--no text, watermark, blurry" räumt viel Müll auf.

3. Upscaling nicht vergessen. Die generierten Bilder sind oft nicht hochauflösend genug für Print. Tools wie Upscayl (kostenlos, Open Source) vergrößern deine AI-Bilder ohne Qualitätsverlust.

Zum Schluss

Ich bin bei AI-Bildern hin- und hergerissen. Einerseits ist es faszinierend, was in Sekunden möglich ist. Andererseits nervt es, wenn man 20 Versuche braucht, bis das Ergebnis passt. Wie sind deine Erfahrungen? Nutzt du AI-Bilder schon produktiv oder eher zum Rumspielen?

Bis nächste Woche,

Ben

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